Dienstag, Oktober 17, 2017

EAGLEPUNX - Golf

Freitag, September 22, 2017

Brandneuer Blog - GROUNDGODS!

Jetzt ist es soweit und mein brandneuer Blog, thematisch in meiner anderen Leidenschaft, der Käferwelt angesiedelt, hat gestern das Licht der Welt erblickt. Waynes interessiert, der schaut vorbei - wen nicht, der ist ein Über-Ei :D
Einfach aufs Bild klicken oder sein lassen - easy Job, ey ;)
HANG LOOSE & GOOD LUCK
GreeZ
Sludge

Sonntag, September 10, 2017

Northwood Suckers online!

Sonntag, September 03, 2017

Back from Wisconsin!

Jo, jetzt bin ich wieder aus den Amilanden retour und muss entgegen manch landläufiger Meinung sagen, dass ich dort als Wienerfelder Redneck nicht unbedingt Nachteile hatte. Meine Gemahlin und ich waren ja das erste Mal in Nordamerika und die von Horrorszenarien gehirngewaschene Einreise am Flughafen von Chicago gestaltete sich plötzlich als kurzweiliger, problemloser, administrativer Akt. Perfekt durchorganisiert vergingen nur wenige Minuten, bis wir unseren Fuß auf amerikanischem Boden hatten und bereit für unseren Roadtrip waren. Kein CIA, keine Men in Black, keine Kabelbinder, kein Hinterzimmer und keine grelle Schreibtischlampe in der Visage, weil man Angeltand im Gepäck hat. Nichts. Der Sludge und seine Frau waren ohne nennenswerten Eskapaden in die USA eingereist. Bloss so. Ebenso easy und ohne ausufernden Schwierigkeiten war die Jahres-Angellizenz im Vorfeld eingezogen, welche mit 26 Dollar für den gesamten Bundesstaat Wisconsin jeder gefühlten Heimgewässer-Karte spottet. Wenn ich noch 20$ draufgelegt hätte, wär mir die Erlaubnis auf Wild mit Bogen oder Flinte zu jagen ebenso erteilt worden. Unpackbar geil eigentlich. Land of the free... Abermals keine Probleme bei der Übernahme des Mietwagens und ab gings über Highways und Interstates für die erste Nacht nach Rockford/Illionois, von wo es am nächsten Tag zu unserer ersten Station, dem Onalaska Lake in Wisconsin gehen sollte. Dem war auch so und schon stand ich an den Ufern der schier unendlichen Riesenbucht des Mississippi und musste brühwarm erkennen, dass es da mit den Rausschnalzen der Fallen so einfach nicht werden würde. Nachdem ich am Lake angeschissen war, sind wir am nächsten Tag an den naheliegenden Black River ausgewichen, wo ich endlich meine ersten nordamerikanischen Fische ans Band und in die Hände bekam... Der Bann war gebrochen und nach den ersten fischigen Erfolgen ging es weiter nach Minneapolis/Minnesota, wo wir nur 2 Nächte verbrachten, um uns auch eines der legendären Baseball-Spiele der Minnesota Twins im Target Field ansehen zu können. Was für ein Erlebnis. Da brauchst du bei uns in kein Stadion mehr gehen. Vom urbanen Umfeld wieder genug ging es von nun ab retour Richtung Northern Woods/Wisconsin. Nächster Stop Butternut. Die absolut lässige Cabin, die wir direkt an den Ufern des Butternut Lake bewohnten, versprach einen idealen Spot, um meiner Angelleidenschaft zu fröhnen. Karpfen gab´s zwar keine, aber Catfish sollte ein Thema sein. OK. Nachdem aber das dreihundertste Bass-Boat vorbeigenagelt ist, Jetski und Wakeboard allgegenwärtig waren, lautstark gröhlende Jugendliche sich auf Partyschiffen bis spät in die Nacht gebärdeten und meine Monsterwürmer unberührt blieben, musste ich erkennen, dass Wochenende war. Pfff. Um meine Nerven zu schonen saß ich am nächsten Tag schon in der Karre um mir irgendeinen Fluss zu suchen, der mir das geben sollte, was ich mir versprach. Und dem war dann auch so. Flambeau River. Angenehme Größe, dezente Fließgeschwindigkeit und vor allem absolute Ruhe. Der Brückenspot, den ich im strömenden Regen dann ausfindig machen konnte, erwies sich als wahrer Glücksbringer und ich konnte einen Haufen Barsche und am nächsten Tag einen wirklich dicken Redhorse fangen. Die abgefahrenen Geschichten des legendären Jack Robinson aus Park Falls (Builder der St.Croix Ruten), den ich zufällig an "meinem" Spot kennengelernt habe, trugen ihr Übriges dazu bei, dass wir die Tage wirklich genossen und ich fast ein wenig traurig war, bereits nach drei Nächten wieder abzureisen...  Von Park Falls ging es noch tiefer in die Wälder von Nordwisconsin. Rosholt. Die Cabin ohne fließenden Wasser, Internetverbindung oder sonstigem neumodernen Firlefanz war genau nach meinen Geschmack, um wirklich runter zu kommen. Mit den Vögeln aufstehen, morgentliches Holzhacken um am Abend ein feines Campfeuer zu haben und das Wasser direkt vor der Nase. Lake Helen. Für meine Angelei leider komplett wertlos. Und weil ich´s ja nicht lange aushalte sind wir schon wieder in der Kutsche gesessen um den nächsten Fluss ausfindig zu machen. Mittlerweile war ich wirklich bachverseucht, versprach das laufende Wasser doch eher, irgendwas vom Ufer fangen zu können. Vor allem, wenn man ahnungslos war. Und so nahm das Spiel seinen Lauf. Auf der Karte checken, was nach brauchbarem Rinnsal aussah, Meilen auf der Interstate runterspulen, um dann zu erkennen, dass man hier bei einer durchschnittlichen Wassertiefe von 20cm gerade mal Forellen fangen konnte, sollte man Glück haben. Tjo. OK, ich bin ein wenig heikel auch, was die Spotwahl betrifft. Nach einigen Enttäuschungen derartiger Natur habe ich nicht mehr lange rumgeschissen und bin Richtung nächstem Monsterfluss aufgebrochen, wo ich mir zu 100% sicher sein konnte, da mit keiner gebirgsbachähnlichen Topologie konfrontiert zu sein. Sicher ist sicher. Wisconsin River. Wer bremst, verliert... Dann war ich da. Bist du deppat. OK, das war mal kein Rinnsal mehr. Auch wenn die Weite schier unendlich und die Wahrscheinlichkeit, da jetzt einen Fisch rauszupicken weniger als gering erschien, hab ich´s riskiert. Nach langem Suchen endlich einen Platz am Ufer ausgemacht, der auch zugänglich war, bin ich schlussendlich in einer fetten Aussenkurve gesessen und habe bereits nach wenigen Minuten mein Leben nicht mehr gepackt, was dort abgegangen ist. Meine Canadian Crawler, ihres Zeichens Monstertauwürmer, haben schwer zugeschlagen und ich durfte mich bereits in den ersten zwei Stunden über Fische freuen, die alles toppten, was ich bisher auf meinem Trip gefangen hatte. OK, das war jetzt nicht sonderlich schwer, aber wenn mal wirklich fette Barsche, gute Bullheads und sogar ein wilder Wisconsin River Sturgeon einsteigen, darfst du dich wahrlich nicht mehr beschweren. Wurm raus, Ruten hinlegen, abheben... Ich brauche wohl nicht lange um den heissen Brei rumreden, wo ich am nächsten Tag gesessen bin? Da hab ich die 60 Meilen pro Strecke gerne auf mich genommen und habe nach anfänglicher Bisslosigkeit wieder in die Orgie gefunden, die mich am Vortag so beindruckt hat. Wieder Riesenbarsche und wirklich feiste Bullheads. Eine Laufbleimontage, ein Wurm und ein halbwegs vernünftiger Sopt. Es konnte so einfach sein und ich habe das eigentliche Angeln so intensiv gespürt, wie schon lange nicht mehr. Absolut befreiend... Nach einigen Tagen mussten wir uns leider wieder von den Northern Woods verabschieden, denn jetzt ging es über Milwaukee retour nach Chicago, wo wir die drei letzten Nächte verbrachten. Was für ein Flash, plötzlich in solch einer Metropole aufzuwachen. Abschließend sei zu sagen, dass mich der Teil der USA wirklich beeindruckt und die Herzlichkeit der Menschen ehrlich berührt hat. Ich eine Freiheit gefühlt habe, wie ich sie selten und hoffentlich nicht das letzte Mal spüren durfte. Ich bin begeistert von den Amilanden und werde zu 100% wieder kommen. Da kann man mir erzählen, was man will...
Hang loose & tight lines
Sludge

Selbstverständlich habe ich bei unserem Trip wieder ein wenig die Cam mitlaufen lassen und ein kurzer Teaser für den ganzen Film macht eventuell Lust auf mehr. Viel Spaß mit NORTHWOOD SUCKERS! :)

Samstag, August 19, 2017

30h Drillextase!

Tja, Ende Juni noch schwerstens von den eher mauen Fängen des ersten Halbjahres gezeichnet, hat es mir dann doch keine wirkliche Ruhe gelassen. Mit dem unbändigen Willen im Gepäck und dem Vorteil als Lehrer, im Sommer frei zu haben, hab´ ich mich nicht lange überreden lassen müssen, doch ein paar Nächte am Skelettwasser zu verbringen, um dem Schicksal doch noch ein Bein zu stellen. Der Tintifax und ich haben schwerstens motiviert lediglich drei mal in der Woche davor Futter auf unsere Spots gekübelt und haben dann ein paar Tage später angegriffen. Aber gut, motiviert war ich immer. Anfangs. Nach mehreren Nächten ohne Hub, beschissenem Wetter und persönlichem Unvermögen dann nicht mehr ganz so. Das ist eben ein gnadenloses, brutales Wässerchen, wo einem wahre Demut gelehrt wird. Gut, dies muss man mal wahrhaben wollen. Da hakt es ja meistens schon. Aber scheissegal im Augenblick...So sind wir eben frohen Mutes und ohne überschwängliche Hoffnung angetreten, haben unser Rutenspiel runtergekurbelt und waren relativ schnell im obligaten Lauer-Modus. Also in der Wartephase. Dem Hauptbestandteil der Karpfenfischerei. Tja, was soll ich viel sagen? Bereits in der ersten Nacht hat´s in der Morgendämmerung schwerstens bei mir gescheppert und ich hab´ gleich mal im Morgenlicht ein ordentliches, optisch wirklich feines Dickschwein ablichten dürfen. Jawohl! Mental eigentlich unbezahlbar...Untypischerweise ging der Spaß jetzt wirklich los und der Tintinger und ich durften abwechselnd unsere Mühlen abheben, um die nächsten Schiffe einzunetzen. Was da plötzlich los war, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Wie in Trance sind wir schon die Montagen rausgefahren, haben abgelegt, sind retour gefahren, um keine drei bis vier Stunden später das nächste Getier am Band zu haben. So ging es am Tag und in der Nacht weiter. Wir konnten tun , was wir wollen. Unfuckinpackbar...Jahrelang hatten wir beide immer von solchen Sessions geträumt, kannten solch Stories nur aus Erzählungen und Magazinen, aber jetzt war´s bei uns soweit. Kontinuierliche Vollabläufe, Aussteiger, Monsterschweine, Drillen, Keschern – bist du gestört. Session des Lebens. Wir haben´s nicht mehr gepackt. Bis dann schlussendlich nach des Tintingers Übersau mein aktuell schwersters Jahresfisch eingefahren ist. Ein massiver Schuppler, der wieder mal meine Complex-T/Butyric-C Kombo weginhaliert hat. Selbst schuld...
Entmonstert sag ich nur… endlich. Verdient! Aber so was von ;)30 Stunden lang ging die Orgie so und war von einer Sekunde auf die andere vorbei. Hin und wieder noch ein Biss und dann Sendepause. Tagelang. OK, damit konnten wir in unserer Situation gut leben und genossen die folgenden eher ruhigen Tage mit stoischer Gelassenheit. Haben gefressen wie die Könige, Unfug zelebriert und über die Logiken der Fangextase philosophiert. Geil war noch, dass dann unser Bro Johannes, an unserem letzten Tag am Wasser auch noch sein Untier einnetzen durfte. Und der war ebenso mehr als verdient...Frage nicht, mit welchem Grinser wir alle heimgefahren sind. Aber was lernen wir jetzt daraus? Genau. Wenn die Zeit reif ist, alles passt und die wollen, kannst du nichts mehr falsch machen. Egal wie hart das Gewässer sein mag. Das ist meine neueste Erkenntnis ;)
Hang loose & tight lines
GreeeZ
Sludge